S6 - Anwendungsorientierung und Berufsbildung

Anmeldung zu den Workshops
(nur für Lehrkräfte, die im Schuljahr 2006/07 ein Projekt eingereicht haben)


Text im PDF-Format als Download

Das Profil

Betrachtet man die Institution „Schule“ oder eine andere Ausbildungsinstitution, können zwei Sichtweisen eingenommen werden:

Der Blick nach Innen - und der Blick nach Außen.

Der Blick nach Innen richtet vor allem sich auf das Geschehen innerhalb des Schulgebäudes – auf das Lernen und Lehren in der Schulgemeinschaft.

Der Blick nach Außen stellt die Brücke zum Alltag und zur Berufswelt dar. Dieser Blick nach Außen ist das zentrale Thema des Schwerpunkts 6 – „Anwendungsorientierung und Berufsbildung“.

Was werden unsere Schülerinnen und Schüler machen, wenn sie die Schule am Ende ihrer Ausbildung verlassen? Welche Fähigkeiten werden sie dafür benötigen? Die Antworten auf solche Fragen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Einen Beruf zu erlernen ist heute anders zu verstehen als noch vor 25 Jahren: in der Regel genügt es nicht mehr, sich einmal im Leben bestimmte Fertigkeiten anzueignen, um ein ganzes Berufsleben lang davon zu zehren. Stattdessen ist lebensbegleitendes Weiterlernen angesagt.
Der „Blick nach Außen“ ist gleichzeitig auch ein Blick in die Zukunft: Welche Fähigkeiten werden junge Menschen für diesen lebenslangen Lernprozess tatsächlich benötigen?

Dieser Blick nach Außen ist in berufsbildenden Schulen üblich. Aber auch in allgemein bildenden Schulen orientieren sich die Auswahl der zur vermittelnden Inhalte und der Aufbau bestimmter Komepetenzen zunehmend an ihrer späteren Anwendbarkeit. Nicht nur Lehrende, sondern auch Lernende hinterfragen, ob die erworbenen Kompetenzen tatsächlich für das eigene Leben bedeutend sein werden. Erfahrungen erfolgreicher Pädagogen zeigen, dass anwendbares Wissen von vielen Schüler/innen bereitwilliger erlernt wird, als die theoretische Vermittlung abstrakter Kenntnisse.

Ein erklärtes Ziel von S6 ist es, dass der häufig mit Schule und Unterricht vorgebrachte Spruch: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ nicht nur Schall und Rauch bleibt, sondern in konkrete Handlungen – in S6-Projekte - umgesetzt wird.

Welche Vorhaben können als S6-Projekte eingereicht werden?
S6-Projekte können sich zum Beispiel mit dem Praktikumsbetrieb an Schulen auseinander setzen: so sollen (im berufsbildenden Bereich) nicht nur unmittelbar berufsrelevante Methoden erlernt, sondern auch ein verbessertes Verständnis für fachliche Inhalte erzielt werden. Gerade der Praktikumsbereich ermöglicht es, fachliche und fachunabhängige Kompetenzen zu fördern, wie z.B.

Für Lehrende stellt sich die anspruchsvolle und komplexe Aufgabe, die richtige Balance zwischen dem Erwerb von grundlegendem Verständnis für ein Fach, und für im Beruf unmittelbar einsetzbare Fertigkeiten zu finden.

S6-Projekte können sich auch mit dem Erwerb von Kenntnissen im außerschulischen Umfeld, oder mit der deren Anwendung in der realen Praxis beschäftigen (z.B. Gestaltung einer Kooperation mit Betrieben und anderen außerschulischen Institutionen).
Es wäre auch möglich, ein Projekt, bei dem Schüler/innen direkt in Arbeitsprozesse eingebunden sind, einzureichen. Dabei könnte z.B. untersucht werden, wie die Herausforderung, Theorie und Praxis optimal zusammen zu führen, gelungen ist.

Um einen Einblick in den Schwerpunkt 6 zu bekommen, sind nachfolgend noch weitere Projektideen aufgelistet:


Koordinatorin: Ebert Veronika
Mitarbeiter/innen: Wogowitsch Christine, Albrecht Klaus