S5 - Entdecken, Forschen und Experimentieren

Anmeldung zu den Workshops
(nur für Lehrkräfte, die im Schuljahr 2006/07 ein Projekt eingereicht haben)


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Das Profil
Im Schwerpunkt 5 werden Projekte unterstützt, in denen Schülerinnen und Schülern ein selbsttätiger Zugang zu Mathematik/Informatik/Naturwissenschaft ermöglicht wird. Die Schüler/innen sollen verstärkt die Möglichkeit bekommen, eigene Erfahrungen zu machen - selbst zu erkunden, selbst Hand anzulegen, zu begreifen, zu erleben.

Dies kann in vielfältiger Weise geschehen. Projektthemen sind beispielsweise: Einsatz von Experimenten; entdeckendes Lernen; Lernaufgaben, die zu selbstständiger Arbeit führen; offene Aufgaben; Problemlösen; handlungsorientierte Unterrichtssequenzen; offenes Lernen; Projektarbeiten mit dem Schwerpunkt auf selbstständigem Entdecken, Experimentieren und Erforschen.

Im Unterschied zum Schwerpunkt 4 liegt die Betonung auf dem Umgang mit dem Material und auf der Gestaltung der Lernumgebung (z.B.: Wie kann Unterricht so gestaltet werden, dass Schüler/innen auch in großen Klassen Experimente durchführen können?).

Der Computer kann als Werkzeug integriert sein, beispielsweise als Station im offenen Lernen oder zur Auswertung von Experimenten. In diesem Fall sollte aber die Betonung auf dem Einsatz des Experiments und nicht auf dem Einsatz des Computers liegen.

Es werden auch Projekte unterstützt, die durch Veränderung der organisatorischen Bedingungen an der Schule ein selbsttätiges Arbeiten der Schüler/innen fördern. In diesen Bereich fallen beispielsweise Schulentwicklungsprojekte, die Laborunterricht an den Schulen einführen oder ein fächerübergreifendes Arbeiten ermöglichen, aber auch Projekte, die auf andere Art in den organisatorischen Ablauf des Schulalltags eingreifen, um Raum und Zeit für eigenständiges Arbeiten der Schüler/innen zu eröffnen.

Der sinnvolle Einsatz von Experimenten (und anderen Methoden) im Unterricht ist ein wichtiges Thema dieses Schwerpunkts. Das konkrete Planen, Durchführen, Dokumentieren und Deuten von Experimenten und Untersuchungen kann den Schüler/innen sowohl vertiefte Einsicht in mathematische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge bringen, als auch Neugierde, Kreativität und Begeisterung wecken und fördern. Die Schüler/innen sollen eigene Fragen stellen und realisierbare Pläne zur Beantwortung der selbstgestellten Fragen entwickeln können. Experiment sollen beispielsweise so in den Unterricht integriert werden, dass die Schüler/innen damit eine Vermutung, die sie auf Grund ihres bisherigen Wissens aufstellen, überprüfen können.

Die Frage nach dem Ertrag des Unterrichts ist wichtig: Wie sollen Schüler/innen lernen, damit ihnen über die Schulzeit hinaus solides mathematisches und naturwissenschaftliches Grundwissen verfügbar bleibt und sie Kompetenzen erwerben, die ihnen später eine eigenständige Weiterbildung ermöglichen? Wie kann Unterricht gestaltet werden, um Schüler/innen dabei optimal zu unterstützen?

Ein Fokus des Projektes kann auch auf eine Genderfrage gelegt werden: Spricht die gewählte Methode Burschen und Mädchen gleichermaßen an? Es kann im Bereich der Schulentwicklung auch das unterschiedliche Wahlverhalten (für Schulzweige, Fachrichtungen, Schwerpunkte, Wahlfächer) von Burschen und Mädchen zum Thema gemacht werden.

Die Projekte können in ihrem Ausmaß sehr unterschiedlich sein. Es werden große Schulentwicklungsprojekte gefördert, die den Schüler/innen ermöglichen, mehr als bisher selbstständig oder experimentell zu arbeiten. Es werden aber auch kleinere Projekte gefördert, die einzelne Unterrichtssequenzen betrachten (beispielsweise Projekte, die den Einsatz von Schüler/innenexperimenten zu einem bestimmten Thema beleuchten und hinterfragen).

Koordinatorin: Kolinader Brigitte
Mitarbeiter: Becker Ralf, Kriegseisen Josef